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Kräuterbuschen – die wirkungsvolle Winterapotheke

Mariä Himmelfahrt, der 15. August, ist der Auftakt zur wichtigsten Kräutersammelzeit des Jahres. Wir zeigen Ihnen, wie der perfekte Kräuterbuschen aussieht, was alles hineingehört und warum.

Geschichte der Kräuterbuschen

Die Zeit von Mariä Himmelfahrt bis zum 15. September gilt als beste Sammelzeit für Kräuter. Heilpflanzen, die während dieser Spanne gesammelt werden, übertreffen angeblich alle anderen Kräuter in ihrer Wirkung. Schließlich hatten sie den gesamten Sommer über Zeit, zu gedeihen. Die christliche Legende sieht den Grund für die besonders heilende Wirkung der Kräuter in der Liebe der Gottesmutter Maria zu Heilkräutern. Als die Apostel am dritten Tag nach dem Begräbnis Mariens ihr Grab besuchten, wurden sie dort angeblich von einem lieblichen Duft empfangen. Da der Gottessohn seine Mutter in den Himmel aufgenommen hatte, war das Grab verlassen, aber angefüllt mit Rosen und Lilien. Ringsherum wuchs eine Vielfalt an Heilpflanzen.

Zauberbündel schon in der Frühzeit beliebt

Deshalb feiert man seit dem 9. Jahrhundert in der römisch-katholischen Kirche am 15. August die Kräuterweihe. An diesem Tag, dem Hochfest Mariä Himmelfahrt, werden Kräuter zu einem Strauß gebunden, mit zur Kirche gebracht und dort geweiht. Besonders im alpinen Bereich ist dieser Brauch sehr verbreitet. Seinen Ursprung hat er wohl bereits weitaus früher. Denn schon in der Frühzeit glaubten unsere Vorfahren daran, dass „Zauberbündel“ Schutz bieten und Schaden abwenden konnten.

Heilpflanzen helfen bei vielen Krankheiten

So ist es auch heute noch mit viel Magie verbunden, einen solchen Strauß, den sogenannten Kräuterbuschen zu binden. Die geweihten Kräuter sollen vor allen möglichen Widrigkeiten schützen, bei Krankheiten helfen und Glück bringen beispielsweise in Sachen Ehefrieden, Kindersegen und Erfolg. Besondere Heilkraft soll so ein Buschen besitzen, wenn man ihn mit Weihrauch vermischt. Gern wird er auch das ganze Jahr über benutzt, um immer mal wieder ein Stück davon zu räuchern und die Räume so von schlechter Energie zu reinigen.

Wie bindet man einen Kräuterbuschen?

Wichtig: Es müssen mindestens sieben unterschiedliche Kräuter im Kräuterbuschen sein. Die 7 steht für die Zahl der Schöpfungstage. 9er-Buschen symbolisieren die Heilige Dreifaltigkeit. Bei 12er Buschen steht die Zahl der Apostel Pate. Allen Bündeln ist gemein, dass die Anzahl der verwendeten Kräuter stets eine magische Zahl sein muss. Zentrum ist immer die Königskerze, um sie herum werden alle anderen Kräuter gebunden. Dies ist eine Pflanze, die nur an den sonnigsten, wärmsten und trockensten Plätzen zu finden ist.

Traditionelle Winterapotheke

Heutzutage wird der Kräuterbuschen eher als traditionelle Winterapotheke gesehen. Ziel ist es, einen farbenprächtigen und würzig duftenden Strauß zu binden, deren Kräuter oft zur Zubereitung von Heil-Tees genutzt werden. Wer es nicht so eng sieht, bindet Gewürzkräuter ein für den kulinarischen Genuss. Vorrangig werden Kräuter der jeweiligen Region verwendet. Günstig ist es, wenn man einzelne Pflanzen über das Jahr hinweg gut herausziehen kann, je nach Bedarf.

Unsere Vorschläge für eine gesunde Kräutermischung

  • Königskerze – bei Husten und Heiserkeit, reizmildernd
  • Johanniskraut – zur Wundbehandlung, Beruhigungsmittel
  • Schafgarbe – blutstillend, krampflindernd
  • Arnika – schmerzlindernd bei Schwellungen und Prellungen
  • Frauenmantel – antibakteriell, hilft bei Menstruationsbeschwerden
  • Kamille – beruhigt den Magen, entzündungshemmend
  • Wermut – fördert die Verdauung, appetitanregend
  • Tausendgüldenkraut – beruhigt den Magen, gut bei Blutarmut und Kreislaufschwäche
  • Wilder Majoran – Grippemittel, fördert die Verdauung
  • Eisenkraut – bei Darmerkrankungen, fördert die Konzentration
  • Fenchel – schleimlösend, fördert die Milchbildung
  • Pfefferminze – bei Verdauungsbeschwerden und Kopfschmerzen
  • Baldrian – beruhigend und entkrampfend
  • Wegwarte – Naturheilmittel bei Milz- und Leberleiden
  • Ringelblume – wirkt bei Hautproblemen, antibakteriell, entzündungshemmend
  • Beifuß – gut bei Unterleibsschmerzen, wehenfördernd
  • Thymian – hilft bei Blasenproblemen und Harnwegsinfekten
  • Salbei – bei Atemwegserkrankungen und Beschwerden in den Wechseljahren

Fürs Auge werden oft Rosen – stehen für Harmonie und Liebe – , Kornblumen oder Dahlien eingebunden. Der Kräuterbuschen wird nun kopfüber aufgehängt und getrocknet. Jetzt ist man perfekt ausgerüstet für die kommende kältere Jahreszeit. Und eine schöne und gut duftende Dekoration ist so ein Kräuterbuschen obendrein.

 

Entdecken Sie mit uns die heilende Kraft der Kräuterbuschen

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